Wir suchen dich!

Bewirb dich jetzt als Dentalhygieniker:in

Weitere Informationen

Wieso ist Fluorid in meiner Zahnpasta?

21. Oktober 2022

Wohin man schaut, das Angebot an verschiedenen Zahnpasten ist heute immens und wird «gefühlt» stets mehr. Vor allem Angebote an sogenannt «veganen» Zahnpasten – sprich ohne Fluorid schiessen wie Pilze aus dem Boden. Für mich ein Grund, da mal genauer hinzuschauen.

Wir – aber auch die schweizerische Zahnärzte- Gesellschaft SSO empfehlen, einer fluoridhaltigen Zahnpasta den Vorzug zu geben – und dies aus gutem Grund.

Für den Schutz Ihrer Zähne vor Karies und Demineralisation ist ein optimaler Fluorid-Spiegel im Speichel von grosser Bedeutung. Allein durch die systemische Aufnahme von Fluorid durch die Nahrung oder in Tablettenform kann dies nicht optimal gewährleistet werden. Deshalb ist man davon abgekommen, Fluorid-Tabletten den Schulkindern durch die Lehrperson oder die «Schulzahnpflege-Instruktorin» abzugeben, wie man dies in meiner Kinderzeit in der Schweiz gekannt hat.
Aber die lokale Anwendung von Fluorid im Mund macht nach wie vor durchaus Sinn. 

Was ist eigentlich Fluorid?

Fluorid ist ein Salz und Bestandteil diverser in der Natur vorkommenden Mineralien. Es ist nicht nur im Wasser, in der Erde, in den Pflanzen, in der Luft, sondern auch im menschlichen Körper vorhanden. Im menschlichen Körper ist es hauptsächlich in den Zähnen und in den Knochen zu finden und hat eine stärkende Funktion.

Warum braucht es Fluorid?

Fluorid braucht es einerseits, um Zahnschmelz- Defekte zu reparieren und damit anderseits, um den Zahn langfristig zu «härten» und widerstandsfähiger zu machen. Heutige moderne, gesunde Ernährungsweisen beinhalten oftmals, viel Säure, wodurch der Zusatz von Fluorid sehr wichtig ist, denn dieses bildet eine Schutzschicht auf der Zahnoberfläche und kann somit unsere Zähne vorerst vor Säureangriffen schützen.
Gleichzeitig reduziert es auch die Zahl der kariesfördernden Bakterien im Mund.

Ist Fluorid giftig?

Die eingesetzten Fluoride sind Salz -Verbindungen von Metallen und Fluor: z.B. Natriumfluorid, Zinkfluorid, usw. Wenn es um die Thematik «Fluorid» in der Zahnpaste geht, nutzen wir gerne den Vergleich zu Natrium und Chlor. Diese beiden Stoffe sind für sich allein giftig. Die Kombination davon, das Natriumchlorid, ist jedoch unser altbekanntes Kochsalz und in der Ernährung nicht wegzudenken, oder gar auszuschliessen. Aber natürlich wie so oft, die Dosis macht das Gift.

Fluorid-Aufnahme:

Fluorid nehme wir durch unsere Nahrung und das Wasser so oder so auf, dies jedoch in so geringen Mengen, dass dies unbedenklich ist.
Beim Zähneputzen mit einer fluoridierten Zahnpasta wird das Fluorid lokal anwendet und bietet somit stets einen optimalen Karies- und Säureschutz für die Zähne. Aber auch da, sollte versehentlich eine kleine Menge an Fluorid beim Zähneputzen verschluckt werden, muss man sich nicht wirklich Gedanken machen.  

Wie im letzten Punkt schon erwähnt, die Dosis macht das Gift. Deshalb gibt es heute so viele altersbedingt angepasste Dosierungen, speziell bei den Kinderzahnpasten, welche wir sehr empfehlen einzuhalten.


Liebe Eltern:

Zur Unterstützung der Aushärtung und Stärkung des Zahnschmelzes bei neu durchgebrochenen Milch-Zähnen ihrer Kinder ist eine fluoridhaltige Zahnpasta sehr wichtig. Wir empfehlen:

  • Ab dem ersten Milchzahn bis etwa zwei Jahre: reiskorngroße Menge Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid (Milligramm pro Kilogramm) verwende
  • Zwei bis sechs Jahre: erbsengroße Menge Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid nehmen.
  • Ab etwa dem sechsten bis 12. Lebensjahr: 1000 ppm Fluorid Zahnpaste nutzen.
  • Danach die Erwachsenenzahnpasta mit 1.000 bis 1.500 ppm Fluorid im tägl. Gebrauch haben.
Mitglieder der Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft SSO
Logo Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft SSO

© Familienzahnarzt Schwyz AG. Dr. med. dent. Stephan Landolt.
Alle Rechte vorbehalten. Design by MOSAIQ.