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«Schnuppern» als Dental-Assistentin

20. August 2026

Wir haben immer wieder junge Mädchen (und mittlerweile auch junge Burschen, die für 2- bis mehrere Tage «Schnuppern» kommen, um den Beruf der Dentalassistentin kennen zu lernen.

Diese Möglichkeit bieten wir immer sehr gerne an, sind wir doch, wie in jeder Branche darauf angewiesen, gutes Fachpersonal auch in Zukunft zu haben.

Beim Schlussgespräch bitte ich die jungen Leute oftmals, um eine kurze schriftliche Rückmeldung, wie die Schnuppertage empfunden wurden.

Dies, weil es mich wirklich interessiert und weil durch das «geschriebene Wort» Informationen zum Vorschein kommen, die übers «gesprochene Wort» eher untergehen.

Eine solche Rückmeldung haben wir soeben erhalten:

«Ich durfte mit Ihnen, mit Frau Bürgler und mit Frau Jesupalan zwei spannende Tage verbringen.

Ich habe mich bei Ihnen sofort willkommen gefühlt und war nach den ersten Stunden auch nicht mehr nervös.

Nach der Morgenbesprechung am ersten Tag hat mir Frau Bürgler die ganze Praxis gezeigt.

Ich durfte dann auch eigentlich den ganzen Tag mit ihr verbringen.

Wir haben zusammen die Instrumente für viele verschiedene Behandlungen vorbereitet, die Patienten begrüsset und ins Behandlungszimmer begleitet.

Ich durfte während den Behandlungen genau beobachten, was die Aufgaben einer Dentalassistentin sind.  

Frau Bürgler hat mir bei jedem einzelnem Instrument erklärt, wofür es gebraucht wird.

Ich konnte mir natürlich nicht alles merken, aber das breite Fachwissen, das sie sich in 30 Jahren angeeignet hat, hat mich sehr beeindruckt.

Was mich auch beeindruckt hat ist, wie viele Kompetenzen die Dentalassistentinnen haben.

Aus dem Iran bin ich es mir gewohnt, dass die Dentalassistentinnen viel weniger Kompetenzen haben.

Am zweiten Tag meiner Schnupperlehre waren weniger Patienten in der Praxis, weil nur ein Zahnarzt anwesend war.

Ich durfte bis am Mittag mit Frau Jesupalan mitgehen und mit ihr zusammen die Behandlungszimmer vorbereiten und die Patienten in die Zimmer begleiten und auch bei den Behandlungen dabei sein.

Das fand ich auch sehr spannend und je länger die Schnupperlehre andauerte, desto mehr hat mir der Beruf gefallen.

Am Nachmittag durfte ich dann mit Ihnen, Frau Landolt, die ganzen administrativen Aufgaben einer Dentalassistentin kennenlernen.

Sie haben mir gezeigt, wie man Termine vereinbart, Rechnungen erstellt, Einträge in die Akten der Patienten macht oder neue Anmeldungen von Patienten vornimmt.

Diese administrativen Aufgaben fand ich auch sehr spannend und es ist im Arbeitsalltag eine gute Abwechslung zu den Behandlungen.

Die Schnupperlehre hat mir aus verschiedenen Gründen sehr gefallen.

Das schönste an allem war, dass ich von Ihnen und Ihren Kolleginnen wirklich sehr nett begleitet wurde.

Alles wurde mir sehr detailliert auf Hochdeutsch erklärt. Es ist ein grosses Ziel von mir, dass ich eines Tages Schweizerdeutsch verstehe und ich sehe es nicht als selbstverständlich, dass sich mein Umfeld an meine Sprache anpasst. Trotzdem hat mir das sehr geholfen und auch den Druck genommen, immer alles sofort verstehen zu müssen. Ich konnte jederzeit nachfragen und habe immer eine ausführliche und freundliche Antwort bekommen.

Die Schnupperlehre hat mir aber auch deshalb sehr gefallen, weil ich gemerkt habe, dass mir dieser Beruf sehr gefällt und ich in meinem Berufswahlprozess einen Schritt weitergekommen bin. 

Die Mischung im Arbeitsalltag vom Assistieren in Behandlungen und administrativen Aufgaben hat mir sehr gefallen. Hinzu kommt, dass ich mich sehr für medizinische Themen interessiere.

Für meine berufliche Zukunft wünsche ich mir, dass ich meine Ausbildung in einem solch tollen Umfeld absolvieren kann, wie ich es in Ihrer Praxis kennenlernen durfte.

Sollten Sie eine Lehrstelle für nächstes Jahr ausschreiben, würde ich mich auf jeden Fall darauf bewerben. Durch diese Erfahrung bei Ihnen habe ich nun noch mehr Motivation, mein Deutsch so schnell wie möglich noch weiter zu verbessern. Auch dass ich Schweizerdeutsch lerne zu verstehen nehme ich mir als grosses Ziel vor.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Team eine gute Woche und bedanke mich noch einmal herzlich für Ihre Zeit und Ihre Mühe.»

Über eine solch wertschätzende Rückmeldung freuen wir uns immer sehr. Ist es doch für uns als TEAM auch immer wieder ein zusätzlicher Aufwand im Berufs-Alltag, eine junge Person am Schnuppertag gut zu «begleiten».

Auf weitere schöne Begegnungen!

In diesem Sinne…


Miriam Landolt-Kistler, dipl. Praxismanagerin SDC

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