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HILFE Zahnunfall → Was ist zu tun?

7. Juni 2022

Versuchen Sie so gut wie möglich RUHE zu bewahren, denn nur so können Sie gute und rasche Entscheidungen treffen. 😉

Bei Zahnunfällen kann es zu starken Blutungen kommen. Legen Sie sich, oder den Patienten hin und drücken Sie ein sauberes Taschentuch oder eine Gaze auf die Wunde und kühlen Sie äusserlich.

  • Ein Stück eines Zahnes ist abgebrochen:
    – Verpacken Sie das abgebrochene Stück bei Möglichkeit in ein Säcklein oder in ein Taschentuch.
    – Melden Sie sich umgehend bei Ihrem Zahnarzt für einen Notfalltermin. Sollte es ausserhalb der regulären Praxisöffnungszeiten sein, dann versuchen Sie zeitnah beim Notfall-Zahnarzt einen Termin zu bekommen.

  • Bleibender Zahn ist MIT Wurzel rausgeschlagen worden:

– Wenn der Zahn gesucht werden muss und gefunden wird, diesen nur an der Zahnkrone und nicht an der Wurzel anfassen. Legen Sie den Zahn in einen Behälter mit kalter Milch, oder steriler Kochsalzlösung aus der Apotheke, OHNE den Zahn zuvor mit Wasser abgespült oder desinfiziert zu haben.

– Ist ein Zahnrettungsset (Dentosafe) vorhanden, umso besser (Ablaufdatum beachten)

– Sollte nichts von alle dem vorhanden sein, den Zahn in ein nasses Tuch einwickeln, damit dieser nicht austrocknen kann.
– Vom Transport des Zahnes unter der Zunge wird abgeraten, da die Gefahr des Verschluckens oder der Verunreinigung mit Krankheitskeimen zu gross ist.

– Bei einer Zahnlockerung oder Verschiebung: Dies lieber für den Moment so belassen und nichts daran manipulieren.
– Ist ein Milchzahn mitsamt Wurzel raus, wird die Lücke belassen. Sie brauchen den Zahn auch nicht zu suchen!

  • Weitere wichtige Infos für Eltern:

– Sollte ihr Kind auf den Mund gefallen sein oder Zähne angeschlagen haben, jedoch nichts Ersichtliches vorliegen, dann melden sie sich trotzdem in den nächsten Tagen für eine Unfall-Inspektion bei ihrem Zahnarzt. (Versicherungs-Meldung)

– Sollte doch mehr passiert sein, melden Sie sich bitte umgehend in ihrer Zahnarztpraxis, um den weiteren Ablauf zu besprechen.
Bei Kindern sieht es anfangs oftmals schlimmer aus, als es wirklich ist, denn im Mundbereich kann es stark bluten und schnell aufschwellen, was Eltern doch sehr beunruhigen kann. Aber wir stellen immer wieder fest, dass unsere Kleinen doch oftmals in solchen Situationen ganz Grosse sind, wenn es heisst, «hart im Nehmen» zu sein.  😉
Sollte das Kind jedoch einen kleinen «Schock» erlitten haben (stark erschrocken sein), kann es durchaus Sinn machen, für die Unfall-Inspektion einen Moment zuzuwarten, denn dies wäre kontraproduktiv und würde dem Kind das Vertrauen zum Zahnarzt nehmen.

  • Versicherungstechnisches Vorgehen:
    – Bei einem Zahnunfall reicht nie der Gang nur zum Hausarzt, Kinderarzt oder Notfall-Station im Spital. Es braucht die Unfall-Inspektion eines Zahnarztes.
    Der Unfall wird vom behandelnden Zahnarzt gemeldet, gleichzeitig aber auch vom «Verunfallten». Bei berufstätigen Erwachsenen Patienten läuft dies über die Unfallversicherung des Arbeitgebers (SUVA), bei Kindern oder Nicht-Angestellten über die Krankenkasse.
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© Familienzahnarzt Schwyz AG. Dr. med. dent. Stephan Landolt.
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